Elritzen
kleine Fische ganz groß
kleine Fische ganz groß
Über ein Jahrhundert lang wurde angenommen, dass in Europa nur die Europäische Elritze vorkommt. Heute aber ist klar, dass es sich bei „Elritzen“ um einen Artenkomplex handelt, der viele genetische Linien umfasst. Auch in Österreich lebt nicht nur eine Elritzen-Art. Zumindest vier Arten sind in heimischen Gewässern zu finden. Diese Arten sind nicht nur durch das Einbringen standortfremder Verwandter gefährdet, sondern auch durch eine Reihe von Umweltveränderungen, wobei für diese kälteliebenden Fische besonders der Klimawandel eine Rolle spielt.
Im Oktober 2022 startete das Projekt „Biodiversität der Elritzen“, das Teil des Förderprogramms „Sparkling Science 2.0“ (Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung) ist. Das Projektteam unter der Leitung des Naturhistorischen Museums Wien wird gemeinsam mit SchülerInnen und AngelfischerInnen neue wissenschaftliche Erkenntnisse über die Verbreitung und Vielfalt von Elritzen in Österreich gewinnen. Machen Sie mit!
OeAD | Sparkling Science
www.sparklingscience.at
Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung
www.bmfwf.gv.at
Naturhistorisches Museum Wien
www.nhm-wien.ac.at
Elritzen im Party‑Look
Während der Laichzeit werden Elritzen außergewöhnlich bunt, wenn die Männchen leuchtend rote, blaue und goldene Farben zeigen. Diese Farbenpracht können Sie im beigefügten bzw. verlinkten Videos sehen. Am besten zu beobachten sind Elritzen im „Party‑Look“ zwischen April und Juni in flachen, sonnigen Bereichen klarer Bäche und kleiner Flüsse.
Elritzen laichen in Fluss Ticino in Italien, gefilmt und copyrights Adriano Palazzi:
Video 1
Video 2
Unterwegs in Innsbrucker Schulen
In der ersten Februarwoche haben wir interaktive Vorträge für die Schülerinnen und Schüler des Franziskanergymnasiums in Hall bei Innsbruck sowie der Waldorfschule in Innsbruck gehalten. Diesmal lag der Schwerpunkt auf der praktischen morphologischen Untersuchung von Fischen – eine Methode, die den Schülerinnen und Schülern einen direkten Einblick in eine der wichtigsten wissenschaftlichen Vorgehensweisen zur Überwachung der Biodiversität ermöglicht.
Wir waren im Fernsehen!
Wir sind begeistert und stolz, dass wir unser Projekt im österreichischen Fernsehen präsentieren durften! Es war eine großartige Gelegenheit, unsere Zusammenarbeit mit Schulen und Fischern vorzustellen und die Bedeutung unseres Biodiversitätsprojekts für Wissenschaft und Gesellschaft hervorzuheben.
Den gesamten Beitrag (vierter Beitrag; ab Minute 14:39) gibt es hier zu sehen – auf ORF2 – Mayrs Magazin: Wissen für alle: https://on.orf.at/video/14297597/mayrs-magazin-wissen-fuer-alle-vom-31102025
Lernen und Forschen: Waldorfschule Tirol erforscht Elritzen am Obernberger See
Die Schüler:innen der Waldorfschule Tirol nutzen bereits aktiv Messgerät und Binokulare, die sowohl bei Exkursionen als auch im Unterricht regelmäßig zum Einsatz kommen. Ihr Engagement für wissenschaftliches Arbeiten ist beeindruckend. Kürzlich unternahmen sie eine Exkursion zum Obernberger See, bei der sie nach Elritzen suchten und verschiedene Parameter des Lebensraums maßen, in dem die Elritzen leben.